Auf miserablen Platzverhältnissen wurde das Derby gegen die 1. Mannschaft des KSV Urberach ausgetragen. Für beide Teams war von Beginn an klar, welche Marschroute gelten würde – ganz nach dem alten Kreisliga-Sprichwort: Hoch und weit bringt Sicherheit.
Bereits nach drei Minuten setzte Jan Enders den ersten „Torschuss“ der Partie an. Von der Mittellinie zog er einfach mal ab – der Ball verfehlte jedoch deutlich sein Ziel und flog eher in Richtung Eckfahne.
Nur zwei Minuten später fiel dann das 1:0 – und gleichzeitig war es der erste wirklich nennenswerte Abschluss der Partie. Simon Lautenschläger verlagerte das Spiel stark von der linken auf die rechte Seite. Dort setzte sich Jazib Zahir souverän gegen seinen Gegenspieler durch und brachte eine scharfe Hereingabe in die Mitte. Sandro Inguanta reagierte am schnellsten und legte den Ball mit dem Fuß am Torwart vorbei ins Netz.
Bis zur Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend im Mittelfeld. Strukturierter Spielaufbau war auf dem schwer bespielbaren Platz kaum möglich, sodass es beim 1:0-Pausenstand blieb.
Auch im zweiten Durchgang änderte sich das Bild kaum. Zwar gehörten die Spielanteile über weite Strecken der Heimmannschaft, wirklich gefährliche Torabschlüsse blieben jedoch aus. Auf beiden Seiten dominierte weiterhin das Prinzip „lang und weit“, in der Hoffnung, dass die Stürmer etwas daraus machen.
Der KSV Urberach erhöhte in der Schlussphase nochmals den Druck, ohne jedoch zu klaren Torchancen zu kommen. Wenn es brenzlig wurde, war die Defensive um Nic Mueller, Jan Becker, Yannik Lichte und Daniel Hardt zur Stelle und klärte konsequent. Zudem zeigte Torhüter Zhiro Hassan eine starke Leistung und schlug alle langen Bälle, die über die Abwehr hinwegkamen, souverän zurück.
In der 85. Minute versuchte es Justin Trautmann – kurz nach seiner Einwechslung – ebenfalls aus rund 50 Metern. Offenbar inspiriert vom Versuch von Jan Enders nahm er sich ein Herz, setzte den Ball jedoch deutlich neben das Tor.
Kurz vor Schluss wurde es dann doch noch einmal spannend. Viele Zuschauer hatten den Torjubel bereits auf den Lippen, als sich erneut Jazib Zahir stark gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und alleine vor dem Torwart auftauchte. Dieses Mal suchte er den Abschluss, verfehlte den Winkel jedoch nur hauchdünn. Jazib, falls du das liest oder hörst: Bitte einfach flach in die Ecke oder am Torwart vorbeigehen – trotzdem ein überragendes Spiel von dir!
Am Ende war es ein klassisches 0:0-Spiel, das durch den einen Treffer entschieden wurde. Ausschlaggebend war letztlich der etwas größere Wille und die höhere Einsatzbereitschaft auf unserer Seite, wodurch das Derby „dreckig“, aber verdient gewonnen werden konnte.
Mit Blick auf die nächste Aufgabe geht es erst in zwei Wochen weiter: Am 12.04. wartet mit der 1. Mannschaft des SV Kickers Hergershausen der aktuelle Tabellenführer – erneut ein Derby. Mit der gezeigten Einstellung will die Mannschaft auch dort bestehen.




