Damen: FSG Leeheim – FVE 0:1 (0:1)

Auswärtssieg in Leeheim wird teuer bezahlt

Im ersten Saisonspiel musste unser Team bei der FSG Leeheim antreten. Auf Wunsch des Gegners wurde ungewohnt an einem Sonntag gespielt. Von Beginn dominierte das FVE-Team das Spielgeschehen und konnte etliche Chancen erspielen. Trotz einiger Ausfälle harmonierte die Elf sehr gut und konnte folgerichtig in der 19. Minute in Führung gehen. Durch frühes Pressing am Strafraum der Gastgeber wurde der Ball erobert und Steffi Riehl erzielte mit einem satten Fernschuß die hochverdiente Führung. Die neuformierte Abwehrreihe stand sattelfest, das defensive Mittelfeld harmonierte bestens mit der Offensive und stellte Leeheim oft vor gehörige Probleme. Leider wurden in dieser Phase die längst fälligen weiteren Tore nicht erzielt. Der Gegner wusste sich nur mit überhartem Spiel zu wehren. Die Versuche von Leeheimer Kombinationen wurden früh unterbunden. Nachdem Esra schon mehrmals rüde attackiert wurde, musste sie nach einem brutalen Foul in der 27. Minute vom Platz getragen werden. Es folgten Krankenwagen, Gips und eine wahrscheinlich lange Pause. Die Frage, warum die Gesundheit von Spielerinnen nicht früher geschützt wird, bleibt leider weiterhin offen. Für ein brutales Treten von hinten in die Beine, ohne Chance auf Ballgewinn und eine Verletzung in Kauf nehmend sieht die Regelauslegung eine klare rote Karte vor. Der sonst sehr gut leitende Schiri griff hier leider nur zur gelben Karte. Für Esra kam Mel ins Spiel und unsere Mannschaft machte da weiter, wo Sie aufhörte. Guter Fußball und eine Menge Torgelegenheiten. Lediglich ein Schuß, der 6 Meter neben dem Tor von Sabrina landete, ließ unsere Defensive in der ersten Halbzeit zu. 14 Torgelegenheiten standen für unser FVE-Team zu Buche.

In der Halbzeit musste unser Team erstmals beruhigt werden. Mit Lolle kam eine weitere Mittelfeldspielerin in das Team. Weiterhin kontrollierte unser Team das Spielgeschehen, ohne jedoch mehr ganz so zwingend zu sein. Von Leeheim war weiterhin nichts zu sehen und in der Offensive vergab man weiterhin Chancen, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Nachdem Sarah und Kim ebenfalls Blessuren durch die harte Gangart davon trugen, verletzte sich Lolle in der 65. Minute schwer, diesmal jedoch ohne Fremdeinwirkung. Mit Verdacht auf Teilabriss Kreuzband musste auch sie am Abend das Krankenhaus aufsuchen. Die zweite schwere Verletzung setzte unserem Team sehr zu. Da mit Kim und Sarah zwei weitere Spielerinnen angeschlagen waren, kam Leeheim in den letzten 10-15 Minuten besser ins Spiel und die Partie war nun offen. Aus den Bemühungen Leeheims entstand lediglich eine Torchance, den Fernschuss parierte Sabrina allerdings hervorragend. Das enge Spiel zum Schluss hätte man sich jedoch ersparen können, sechs tolle Spielkombinationen in den letzten 20 Minuten konnten erneut nicht genutzt werden und Sarah blieb nach einem Foul der fällige Strafstoß verwehrt. Bilanz: Vier verletzte Spielerinnen, davon eine ohne Fremdeinwirkung. Ein Verhalten der Offiziellen, das unter der Gürtellinie war. Wenn schwere Verletzungen mit Zeitspielrufen kommentiert werden, ständige Provokationen und Androhung von Gewalt geäussert werden, hat das mit Fußball wenig zu tun. Die Verantwortlichen wurden laut Schiedrichter, auf ihr Fehlverhalten hingewiesen und ermahnt. Man kann nur hoffen, dass man daraus lernt. Das Positive sind die ersten drei Punkte, eine stabile Leistung mit Luft nach oben. Herz und Einstellung haben gestimmt. An alle Verletzten die besten Genesungswünsche und baldige Wiederkehr auf den Rasen.

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